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Arbeiten am Innenraum

Neue Teppiche braucht der Wagen

Als der Wagen das erste Mal besichtigt wurde, war schon klar, dass der Teppich im Fahrzeug nicht mehr wirklich zu gebrauchen war. Auch handelte es sich dabei nicht mal um den Originalteppich, sondern ein Flickwerk aus Teilen des originalen Teppichs und teilweise Meterware waren bunt zusammengewürfelt. So konnte es nicht bleiben, wodurch der Tausch des Teppichs zu den ersten Aktionen zählte.

Dabei sollte der Originalcharakter so weit als möglich erhalten bleiben, aber auch die Pflege nicht zu schwer sein. Mit drei Kindern an Bord ist das sonst schon eine Herausforderung! Der Teppich der Wahl war deswegen ein Feinveloursteppich mit einer speziellen Gummierung, der für Oldtimer-Restaurationen verwendet werden kann. Durch die Dicke ist unter dem Teppich keine extra Polsterung notwendig (welche dann gerne mal sich mit Wasser vollsaugt).

Diese gewollte Dicke war aber auch gleichzeitig ein Problem, da ja solch ein Teppich ursprünglich nicht verbaut war. Mangels eines Originalteppichs war es schwierig, die Meterware ins Fahrzeug zu bringen. Bevor aber der Teppich kam, wurde die Bodenplatte auf Rost untersucht, der nur an einigen kleineren Stellen im beginnenden Stadium sichtbar war.

Diese Stellen wurden abgeschliffen, mit Rostumwandler vorbehandelt und mit Grundierung versiegelt. Um das Dröhnen des Wagens ein bisschen zu mildern wurde zusätzlich Alubutyl verbaut – und den Effekt merkt man wirklich!

Einen Fehler machte ich dann beim Verlegen, der mich ein wenig Zeit gekostet hat und den ich als Tipp hier gerne wiedergeben will: Verlegt den Teppich in 2 Teilen – 1x. bis zum Querträger auf dem die Sitzbank sitzt und der 2. Teil für die hintere Hälfte. Dies hatte ich nicht gemacht, was einige Schweißperlen verursachte.

Aber alles in allem kann sich das Ergebnis für das erste Mal doch sehen lassen. Nicht ganz perfekt, aber für meine Ansprüche ausreichend.

Sicherheit geht vor – Gurte für die Rückbank

Einige werden ob der Originalität weinen, aber da ich drei Kids an Bord habe, musste hier modernere Technik an Bord – und zwar im Sinne von Automatikgurten. Die Abrollautomaten wurden dazu im Bereich der Hutablage verbaut und mit Verstärkungen dort angebracht.

Die Schlösser sind mit Durchbohrungen im Bereich der Radkästen und im mittleren Bereich der Bank befestigt, ebenfalls mit entsprechenden Befestigungsplatten welche Stabilität geben. Die Durchbohrungen wurden natürlich auch mit Grundierung versehen und die Schrauben anschließend mit Unterbodenschutz versiegelt.

Die Gurte habe ich bei //www.oldtimer-sicherheitsgurte.de/ erstanden und hier muss ich das Service echt loben! Einige Rückfragen zum Wagen halfen, die richtige Technik auszuwählen. Als Farbe entschied ich mich für grau, welches MMN gut zur blauen Innenausstattung passt und auch nicht so vehement ins Auge sticht.

Weitere kleine Arbeiten

Neben den oben angeführten Arbeiten wurden noch ein paar kleinere Wartungsarbeiten gemacht.

  • Chokezugseil getauscht

Tja, plötzlich hatte ich beim Choke ziehen ziemliche Probleme. Der Bowdenzug hatte sich von der Halterung des Zuges gelöst. Mangels Alternativen musste Panzertape mal aushelfen – und dabei ging die Kontermutter, welcher das Ganze an der Armatur festhielt, verloren. Aber Dank der Hilfe eines Foristen aus dem //www.rekord-p2-forum.de konnte ich ein neues Zugseil einziehen.

  • Gasgestängelager erneuert

Nicht nur der Vergaser machte Probleme, auch die Gasannahme war mangelhaft und das Gaspedal fiel gelegentlich vom Gestänge runter. Die Ursache dafür war schnell gefunden – die Plastikführungen für das Gasgestänge waren abgenutzt und hatten sehr viel Spiel. Neuteile waren aber schnell gefunden und eingebaut. Nun spricht das Gas auch wieder richtig an – und das Pedal bleibt, wo es sein sollte.

  • Warnblinkanlage nachgerüstet

Aufgrund der vielen unfreiwilligen Stopps inkl. teilweise brenzliger Situationen durch Falschinterpretation des nachfolgenden Verkehrs habe ich eine Warnblinkanlage nachgerüstet. Dabei griff ich aber auf aktuelle Technik zurück, welche jedoch recht unscheinbar verbaut wurde. Wie das Ganze im Innenraum aussieht, sieht man auf dem folgenden Video:

  • Sonnenblenden getauscht

Die Beifahrersonnenblende war nur mit sehr, sehr viel gutem Zureden zu einer Bewegung zu überreden. Auch hier half wieder das Opel-Rekord-P2-Forum weiter. Gleichzeitig hab ich dadurch einen netten Kontakt in Italien / Südtirol gefunden, mit dem ich über Autos und das Leben diskutieren kann – saluti all’Italia!

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