Quellstein – leicht gemacht

Ein kleines Projekt zur Verschönerung des Gartens ist der Quellstein, der mit recht wenig Aufwand umgesetzt werden kann. Auch finanziell hält sich solch ein Blickfang in Grenzen – sofern man natürlich selbst einen passenden Stein zur Verfügung hat. Bei meinem Grund waren ein paar “Findlinge” dabei, die ich als gestalterische Elemente im Garten verwendet habe. Einer der Steine wurde zum “Sprudelstein” umgebaut – wie das jeder selber machen kann, erkläre ich euch hier.

Wir brauchen:

  1. einen Stein ab einer passablen Größe (mein Stein ist ca. 50 cm. hoch) der zum Bohrer passt 😉
  2. eine Springbrunnenpumpe oder vergleichbares (hängt von der Höhe des Steins auch ein wenig ab) die gibt es schon ab € 30,00…
  3. einen passenden Schlauch (bei mir 3/4″ ca. 1 1/2 Meter lang)
  4. ca. 1 1/2 m2 Teichfolie
  5. einen Wasserspeicher – ich hab dafür ein “Maurerwandl” genommen, die gibt es um kleines Geld und sind äußerst robust!
  6. Abdeckung für den Wasserspeicher – ich verwende dazu (liegende) Betonrandleisten die bei mir übrig geblieben sind
  7. Steine zum Verstecken der Technik
  8. etwas Zeit und Muskelkraft
  9. Bohrhammer mit einem langen Bohrer (je nach Stein!)
  10. Schaufel, Rechen, Schraubenzieher, Rohrschellen, etc.

Dann gehts los!

Die schwierigste Arbeit kommt gleich am Anfang: man bohre in den Stein ein Loch :-). Dazu braucht man einen Bohrhammer denn eine normale Schlagbohrmaschine gibt da schon mal den Geist auf. Mit entsprechendem Gefühl bohrt man dann ein Loch in den Stein – von der Wasserautrittstelle ausgehen (da meist auf der anderen Seite etwas Stein wegbricht). Als Lochdurchmesser sollte man in etwa die Größe des verwendeten Schlauches andenken.

Ist das Loch erst mal gebohrt, geht der Rest recht einfach von der Hand – man gräbt an der Stelle, wo der Quellstein stehen soll, ein Loch, welches groß genug ist, um den verwendeten Wasserspeicher dort unterzubringen. Berechnet hier auf jeden Fall auch die Höhe der Abdeckung mit ein. Ich hatte für den Wasserspeicher zuerst nur einen großen Kübel, mittlerweile verwende ich aber ein ein quadratisches 60 Liter Maurerbecken – man kann aber auch andere witterungsbeständige Objekte verwenden! Hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt.

Kleiner Tipp: wenn man das gegrabene Loch um den verwendeten Wasserspeicher rundum mit Sand wieder auffült, sollte man zuvor Wasser einlassen, damit der Außendruck den Wasserspeicher nicht zu sehr zusammendrücken kann. Auch sollte man nun bereits die Wasserpumpe und den daran angeschlossenen Schlauch zur Stelle verlegen, wo der Stein am Ende ruhen wird. Ruhig den Schlauch etwas großzügiger von der Länge her bemessen!

Ein Ratschlag an die Familienväter: Solltet Ihr wie ich kleinere Kinder U N D einen Sandkasten in der Nähe des Sprudelsteines haben, empfehle ich, die Wasserpumpe nicht direkt auf den Boden des Wasserbeckens zu stellen, sondern z.B. einen Dachziegel oder ähnliches unterzulegen, damit der von den Kindern eingebrachte Sand die Pumpe nicht so leicht verdrecken kann. (Ich weiß, wovon ich rede….)

Ich habe dann das vergrabene Maurerbecken mit liegenden Randleistensteinen aus Beton (25x50x6cm) abgedeckt und dabei darauf geachtet, dass diese zur Mitte des Beckens ein Gefällte ausbilden und einen Spalt frei lassen. Hier kann man auch andere (wasserbeständigen) Materialen nehmen – ich wollte aber verhindern, dass meine Kinder eventuell etwas zu wissbegiehrig sind, und wieder alles zerlegen – darum (schwerer) Beton.

Über diese Konstruktion kommt nun die Teichfolie. Achtet darauf, dass wirklich alles an der richtigen Stelle zusammenläuft! In die Teichfolie habe ich dann ungefähr 1cm große Löcher in der Art eines Nudelsiebes geschnitten, durch welche dann das Wasser in das versteckte Becken ablaufen kann. Da die von mir verwendeten Steine 2-4 cm groß sind, können diese nicht durch diese Löcher fallen.

Der Schlauch hält bei mir ohne weitere Konstruktion am Stein – einfach etwas fester reingesteckt hat gereicht. Sollte das bei dir nicht der Fall sein, kann man natürlich mit Installationsutensilien und Dichtungen den Sprudelstein auch mit entsprechender Technik versorgen.

Achte darauf, dass der Stein nicht umfallen kann! ggf. ist hier eine zusätzliche Einbettung in Beton notwendig – je nach Größe des verwendeten Steins.

Wichtig: Je höher der Stein, umso größer muss auch der Wasserspeicher sein. An einem sonnigen Sommertag verdunstet schon eine große Menge an Wasser welches nachgefüllt werden muss. Im Herbst kopple ich die Pumpe ab. Das sich im Winter ansammeltende Wasser pumpe ich im Frühjahr einfach wieder ab wenn ich die Pumpe neu einbaue. Um hier einfach zu der Pumpe zu kommen, klappe ich die Teichfolie hoch und nehme die Technik aus dem Wasserspeicher raus. Hier kann man aber auch kreativere Lösungen suchen.

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